Albrait Jarus (*758 n.I.)

 

Albrait Jarus ist ein thiioer Autor. Er wurde zunächst bekannt für sein Buch "Der erschrockene Elefant", das eine Satire auf den damals gerade populären Zufallsroman "Gelbes Leinen" von Aurimo Taatewaano darstellte. Es ist ein zugleich ein Versuch einer Antithese zu diesem und eine humorvolle Märchensammlung ganz im Sinne Taatewaanos. Im ganzen Buch kommt kein einziger Elefant vor, der Titel ist bewusst "zufällig" gewählt, um auf die Zufallsliteratur anzuspielen.

 

 

Das Buch ist in dreißig Kapitel gegliedert, zumindest wird das im Inhaltsverzeichnis zu Beginn behauptet. Dieses ist jedoch bereits bewusste Irreführung, zwar sind die Seitenzahlangaben korrekt, doch sind diese über das Buch hinweg durcheinander verteilt. Es gibt eine Art Protagonist, der auch in allen Kapiteln auftaucht, dessen Geschichte aber von hinten nach vorne erzählt wird, außerdem werden dieselben Episoden ständig in anderen Worten wiederholt und in den Zusammenhang des aktuellen Kapitels gestellt. (Eine Anspielung an Gosef Gaars Buch der Langeweile) Ansonsten sind die Kapitel unabhängige Kurzgeschichten, die durchwegs ohne erkennbare Handlung auskommen. Ereignisse geschehen und werden vom Protagonisten oder von einer austauschbaren Nebenfigur sarkastisch kommentiert, wobei sich der Grund für diesen Sarkasmus für den Leser nicht erschließt. Er wird im Unklaren gelassen, warum es über das kaum erklärte Geschehen zwei Meinungen gibt.

 

Im Gegensatz zu Taatewaano überlässt Albrait Jarus jedoch kein Detail dem Zufall. Die Anordnung der Kapitel entspricht nach seiner Aussage einem logischen Modell, dessen Entwicklung dem Buch vorangegangen ist.

 

Herausstechendes Merkmal des Werkes sind die zahlreichen Anspielungen auf andere Bücher; eigentlich könnte man es fast als eine versteckte Zitatsammlung bezeichnen. Beinahe jeder wichtigere Dichter und Autor der letzten drei Jahrhunderte wird in irgendeiner Form parodiert; darin lag wohl auch das Geheimnis des Erfolges des von Anfang an unheimlich populären Buches.

 

Die berühmteste Passage ist die, in der über mehrere Seiten lang beschrieben wird, wie ein Ei zu Boden fällt; mehrere Nebenfiguren finden sich ein, um die Angelegenheit zu kommentieren, befürwortend oder ablehnend, scharf. Am Ende wird lakonisch festgestellt, dass das Ei gar nicht zerbrechen könne, weil es einen bodenlosen Abgrund hinunterfalle.

 

Das "fallende Ei" wurde daraufhin umgangssprachlich zu einem Ausdruck für unbeschreibliche Vorgänge.

 

Wichtige Werke:

 

Der erschrockene Elefant

Des Zauberers zuckergrüne Haarnadel

Das Selbst und das Belbst

Wackelnde Sonnenaufgänge