Flist Oponé (721 - 806 n.I.)

war ein thiioer Schriftsteller, der dem literarischen Noversalismus zugerechnet wird und diesen maßgeblich mitgeprägt hat.

 

Oponé entstammt einer Familie, die erst wenige Jahre vor Flists Geburt nach Thiios gezogen war, und die ursprünglich in der Kleinwelt Nuvig gelebt hatte. In vielen Biographien wird daher Flist Oponé als "nuvigischer Autor" bezeichnet; dies ist jedoch falsch, da Flist Opone in Thiios geboren wurde und in seinem Leben die Kleinwelt nie verlassen hat.

 

In seiner Jugend besuchte er den literarischen Hauskreis von Gosef Gaar, wo er auch Bekanntschaft mit Atin Aolay machte. Zwischen ihnen fand ein reger Austausch statt - beide beschäftigten sich zu dieser Zeit intensiv mit chonosseymischer Mythologie. Nach Aolays Tod begann Oponé mit der Arbeit an seinen ersten Romanen. Er lebte weitgehend zurückgezogen in seiner Villa in Pülky, einem Vorort von Vewenheugen, am äußersten Rand der Kleinwelt, und pflegte nur selten Kontakt mit seinen Kollegen, auch nicht mit jenem aus Gaars Kreis.

 

Nach Flist Oponé benannt ist der Begriff des Oponéschen Kristalls; dieser steht sinnbildlich für den ursprünglichen Willen eines Menschen, frei von äußeren Zwängen. Dieser Begriff wurde von den Philosophen des Noversalismus in ihr Vokabular übernommen. Der Kristall stammt ursprünglich aus dem Roman "Der Turm des toten Tyrannen".

 

WICHTIGE WERKE

 

Der Turm des toten Tyrannen (756 n.I.)

Geschichte der Grauen Farben (759 n.I.)

Gipfel (780 n.I.)

Ziegen, Mühle in den Wolken (800 n.I.)

 

 

(Artikel von 2013, update 2016)

 

 

Die Handlung ist immer eine eigene Drehung. Die Objekte sind gegeben, aber ihre Bewegung ist unberechenbar, darin liegt ihr eigentlicher Reiz. Ich sehe nicht, wie irgendeine Handlung, doch im Kern eine Abfolge von Geschehnissen, in der Lage wäre, unausgesprochene Wahrheiten zu verkünden, die wir doch in uns selbst vergraben liegen haben. Jedoch können wir mit unseren Worten Werkzeuge schaffen, und nicht nur solche, die unsere Mühe belohnen, sondern auch die, die in uns wahre Stürme entfesseln, deren Kraft die Schalen, in die wir unser Leben vergraben haben, aufzubrechen vermag, und die uns sozusagen neuerlich in die Welt stößt, wie es uns als Kinder widerfahren sein muss.

 

(Flist Opone, Reflexion)

Die warme Luft sog er ein, mit Blicken die Frevler erschießend, die es wagten, seine Luft zu teilen, an diesem Morgen, den er eigens eingerichtet hatte, der sein Morgen war und sein sollte. Dies war die Stunde, da er seine Sinne von sich wandte, doch wusste er dies nicht; im Verborgenen geschah eine Veränderung, die er nicht mehr rückgängig zu machen trachtete, er konnte es nicht, ihm vergab die Stunde, wie sie in ihm vergang.


(Flist Opone, Gipfel)