Datus Mürnchindel (536 - 650 n.I.)

Auch wenn Datus Mürnchindel schon sieben Jahre nach der Entstehung der Kleinwelt Thiios verstarb, ist sein Name untrennbar mit der Geschichte der Stadt verbunden. Er gilt als der Hauptinitiator der Thiioer Literaturtrage, und prägte das Kulturleben der Stadt noch Jahrzehnte nach seinem Tod.

 

Datus Mürnchindel wurde 536 n.I. in Elend bei Quentapur (Visinur/Issoy) geboren. Er besuchte die Internatsschule für Hochbegabte in Maretenberg, studierte dann in Quentapur Literatur und Erweiterte Grammatik, schloß beide Studien im Jahr 563 ab. Im selben Jahr noch zog er nach Hassmarkt und begann dort an seinen Romanen zu arbeiten. Mangelnde Anerkennung stürzte ihn in den Achzigerjahren in eine tiefe Depression, aus der ihn eine Berufung an die Universität Quentapur riss, wo er ab 591 n.I. Literatur unterrichtete. Ab 598 n.I. betreute er die neu gegründeten Thiioer Literaturtage; ein Jahr später zog er dauerhaft nach Thiios. Im Jahr 605 legte er seine Professur zurück und widmete sich ganz seinem eigenen Projekt.

 

601 n.I. ehelichte er die Schriftstellerin Stanjana Hitockes. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Sowohl seine Frau als auch seine Kinder zogen jedoch um 624 n.I. nach längeren Streiterein nach Quentapur zurück, und waren auch in der späteren Kleinwelt Thiios nicht mehr aufzufinden - was mit ihnen nach dem Zerfall passiert ist, liegt wie das Schicksal der meisten anderen Bewohner außerhalb von Thiios im Dunkeln.

 

Stilistisch wird Datus Mürnchindel der Nebensachlichkeit zugeordnet, er selbst verwehrte sich jedoch dieser Einordnung aufs heftigste. Er würde, so sagte er in einem Gespräch im Jahr 627 n.I., ausschließlich Literatur schreiben, jede andere Einordnung stelle eine nicht akzeptable Einschränkung dar.

 

Nach ihm ist in Thiios eine der wichtigsten Straßen benannt. Ebenfalls seinen Namen trägt der Mürnchindel-Literaturpreis, der seit 661 n.I. jedes Jahr an einen herausragenden Roman vergeben wird.