Zufallsromane (787 - 810 n.I.)

In den 790er-Jahren entwickelte sich in Thiios eine literarische Strömung, die das Element des Zufalls ins Schaffen einzubeziehen suchte. Die ersten solchen Werke waren die Zufallsmärchen von Aurimo Taatewaano. Man kann darin auch eine Gegenbewegung zu den literarischen Noversalisten, die in ihren Werken ausschließlich existenzielle Fragen von höchster Dringlichkeit bearbeiten wollten, sehen, allerdings sah sich Taatewaano selbst eher als Fortführer dieser Tradition. Sein Ziel war die graduelle Reduktion des Autors aus dem Werk. Daher zog er es auch vor, viele seiner Märchen anonym zu veröffentlichen. Nachdem seine Bekanntheit aber recht schnell wuchs, und seine Werke ohnehin meist ihm zugeordnet werden konnten, gab er dieses Bemühen aber bald auf.

 

In Taatewaanos Werken ist die Handlung niemals geplant, sondern wird erst während dem Schreiben bestimmt; dabei bedient er sich Würfeln, dem zufälligen Aufschlagen anderer Bücher, sowie gelegentlich (nach eigener Aussage) auch dem Aufschnappen von Gesprächsfetzen auf der Straße, die wortwörtlich in die Handlung integriert werden.

 

Taatewaano selbst schrieb fast ausschließlich Märchen; sein bislang einziger Roman, "Gelbes Leinen", gehört jedoch zu den Schlüsselwerken jener Zeit.

 

Die Popularität der Zufallsromane zog auch viele Parodien nach sich; berühmt wurde vor allem Albrait Jarus´ Roman "Der erschrockene Elefant", der direkt auf Taatewaanos "Gelbes Leinen" anspielt. Jarus überließ in diesem Buch jedoch kein Detail dem Zufall, dennoch wird der Roman oft zu den Zufallsromanen gezählt; vor allem, weil Jarus in weiten Strecken Taatewaanos Zufallsstil imitiert.

 

(Artikel von 2013)

 

 

 

 

Wichtige Personen der Zufallsdichtung:

 

Aurimo Taatewaano (*760 n.I.) - Romanautor, Märchenautor

Hisoc Prünglibucker (*764 n.I.) - Dichter, Romanautor

 

assoziiert:

Albrait Jarus (*758 n.I.) - Romanautor