Noversalismus (759 - 780 n.I.)

Der Noversalismus ist schwer in Kategorien zu fassen: Weder ist er ausschließlich eine Literaturströmung, noch eine Philosophie, schon gar keine einheitliche.

 

Geprägt wurde der Begriff eigentlich von einem Wissenschaftler, James Hirry, einem Magietheoretiker, dem es gelang, einige bahnbrechende Neuerungen in der Weltentheorie zu machen; mit dem Begriff "noversalistisch" tat Hirry lediglich eine seiner Inspirationen kund, die seiner Aussage nach zu den Entdeckungen geführt haben: Die Neunzehn Studien von Atin Aolay, betitelt "Die Wurzel", aus dem Jahr 743 n.I. Aus den Wörtern "Wurzel" (iss. 'noweroy') und "Studie" (iss. 'salay') setzte Hirry sein Kunstwort zusammen, benannte somit eine neuartige Richtung der Magietheorie und der Philosophie.

 

Die neuen Theorien des Wissenschaftlers wurden von der thiioer Bevölkerung gefeiert; die Namen Hirry und Aolay wurden mit einem Mal über die Stadt hinaus berühmt. Ein regelrechter Aolay-Wahn brach aus; dutzende von Dichtern begannen die Texte Aolays zu studieren und ihre eigenen Stilkopien davon anzufertigen.

 

Erst mit einigen Jahrzehnten Abstand lässt sich abschätzen, was von dieser Zeit übrig bleibt. Und überraschenderweise werden heute zum literarischen Noversalismus vor allem auch Autoren gezählt, die sich an dem allgemeinen Aolay-Trubel überhaupt nicht beteiligt hatten, sondern deren Ästhetik sich mühelos mit den philosophischen Ideen der Noversalisten in Einklang bringen ließ.

 

Als Hauptvertreter des literarischen Noversalismus gilt heute Flist Oponé, und das, obwohl er sich selbst immer wieder von der Bewegung distanziert hat - wie ihm überhaupt der Trubel um die Werke Aolays, oder auch um seine eigenen, eher lästig war.

 

Die neuen Theorien Hirrys, die so überschwänglich gefeiert worden waren, erwiesen sich letztendlich nur als logische Fortführung schon bestehender Ansätze - was nichts daran ändert, dass Hirrys Arbeit für die moderne Magietheorie nicht zu gering zu schätzen ist.

 

Worin jedoch besteht aber nun die noversalistische Denkweise? Auch diese Frage ist schwer zu beanworten, und kaum zwei noversalistische Denker geben darauf die selbe Antwort. Generell ist eine Tendenz zum Absoluten zu sehen - viele Werke beschäftigen sich mit der Suche nach dem Eigentlichen, dem Wahren, das als jenseits von Zeit und Erleben dargestellt wird. Gleichzeitig gibt es jedoch eine Tendenz zum Unwirklichen, bzw. die oft vertretene Ansicht, dass jede denkbare Handlung eines Buches in irgendeiner Realität ebenso wirklich ist, wie die alltägliche Umgebung des Hier und Jetzt. Einige Radikale warfen sogar den Autoren von Büchern, in denen Menschen ums Leben kamen, Mord vor.

Kritiker sahen im Noversalimsus vor allem eine mystische Modeerscheinung. Diesem Eindruck kann man sich, wenn man den Kult betrachtet, der um den Namen Aolay gebildet wurde, schwer erwehren.

 

(Artikel von 2013)

Wichtige Personen des Noversalismus:

 

wissenschaftlicher Noversalismus
James Hirry (716 - 812 n.I.) - Magietheoretiker

R. Reusuicht (*790 n.I.)- Magietheoretiker

 

literarischer Noversalismus

Flist Oponé (721 - 806 n.I.) - Romanautor

Xoréo Zvärtos (731 - 829 n.I.) - Dichter, Romanautor

Olan von Sudergingen (730 - 759 n.I.) - Dichter, Romanautor

 

lyrischer Noversalismus ("Aolay-Epigonen")

Murij Opnsower - Dichter

Mingamji Alloruy - Dichter

Gaoto Nyoroday (*731 n.I.) - Dichter, Worttheoretiker

 

 philosophischer Noversalismus

Olit Feodad Farnguchdel