Interaktives Theater (ab 784 n.I.)

Das Interaktive Theater entstand zur selben Zeit, als die großen Theaterskandale des Radikal Absurden Theaters in Thiios in aller Munde waren. Der Ansatz, das Publikum in das Geschehen mit einzubeziehen, stieß bei einigen jungen Schauspielern und Schreibern auf mehr Widerhall; sie sahen diesen im Radikal Absurden Theater noch nicht ideal verwirklicht.

 

Bald sorgten die neuen Stücke des "Interaktiven Theaters" seinserseits für Theaterskandale. In Jönmuriy Braisilauns Stück "Stange Stein" werden Gesprächsfetzen des flüsternden Publikums während der Aufführung aufgenommen, an die Schauspieler weitergeleitet, die diese wenig später in voller Lautstärke zurückschreien. Der dadurch entstehende Bruch der Privatsphäre sorgte dafür, dass etliche angesehene Bürger im Publikum vorzeitig den Saal verließen.

 

Noch radikaler war die Konzeption von Emmerich Krayschenpolkangu, in dessen Stück "Mit Mehr Sägen" (das an Ringoots berühmten Roman "Gewaltig bemüht." angelehnt ist, Personen aus dem Publikum zu Handwerksarbeiten auf der Bühne gezwungen werden.

 

In Braisilauns Stück "Knochen Krater" werden lediglich die physischen Aktionen der Schauspieler festgeschrieben - darunter auch sehr schmerzvolle Prügeleien - die Worte dürfen die Schauspieler jedoch selbst wählen. Zudem wird der Ablauf des Stücks teilweise von den Publikumsreaktionen bestimmt.

 

(Artikel von 2013)

Wichtige Vertreter des Interaktiven Theaters:

 

Jönmuriy Braisilaun (*766 n.I.) - Schauspieler, Dramatiker

Emmerich Krayschenpolkangu (*766 n.I.) - Dramatiker

Silinn Prengies-Lengossin (*770 n.I.) - Dramatikerin