Thiioer Feminismus (ab 800 n.I.)

Das Verhältnis der Geschlechter war in der thiioer Öffentlichkeit lange Zeit kaum ein Gesprächsthema. Eine feministische Bewegung entwickelte sich in Thiios erst um die letzte Jahrhundertwende herum.

 

Die bekanntesten Feministinnen im thiioer Kulturleben sind die Historikerin Véle Vassjaoga-Valloroust (die Tochter von Olit Vassjagoa) und die Dichterin Angaléna Wüpflers. Während erstere besonders durch den einige Jahre andauernden heftigen Streit mit ihren Vater auf sich aufmerksam machte, wurde Wüpflers durch ihre radikalen Gedichte, die regelmäßig mit gesellschaftlichen Tabus brechen, bekannt.

 

Als Historikerin versucht Véle Vassjaoga-Valloroust, die Literaturgeschichte der Stadt Thiios neu zu schreiben, und wenig bekannte Autorinnen und Dichterinnen dabei mehr in den Vordergrund zu rücken. Sie stieß dabei bei einigen auch auf heftige Ablehnung. Kontrovers diskutiert wurde auch ihre biographische Studie über Gosef E. Gaar, dem sie bezichtigt, ein ausgesprochener Frauenfeind gewesen zu sein - ließ er doch außer seinen Hausangestellten keine weibliche Person je an sich heran.

Diese Debatte sorgte auch für einen Bruch mit ihrem Vater Olit Vassjaoga, mit dem sie in der Folge zwei Jahre lang kaum Kontakt hatte. Während dieser Zeit nahm sie den Namen ihres Großvaters an - Véle Valloroust - nach der Versöhnung mit ihrem Vater führt sie nun einen Doppelnamen.

 

Angaléna Wüpflers wurde im Jahr 801 n.I. in mehreren Zeitungskolumnen vorgeworfen, ihre Interpretationen von Gedichten Aolays und Pirhaust seien "anstößig und respektlos" und würden "jegliches Schamgefühl mit den Füßen treten.". In der darauffolgenden öffentlichen Debatte wurde sie zu einer Galeonsfigur der thiioer Feministen und auch Symbol einer jungen Generation, die mit der langbewahrten thiioer "Tradition" nicht mehr viel zu tun hat.