Antisentimentalismus (685 - 710 n.I.)

Der Antisentimentalismus entstand als eine Gegenbewegung zur übermächtigen Stellung der Klassiker, vor allem Sidöts. Im Gegensatz zum epischen Stil der Klassik bemühten sich die Antisentimentalisten um Abstraktion, sowie um formale Umgestaltung der Sprache selbst. Einige Autoren entwickelten eigene Grammatiken. Große Gefühle sollten in der Literatur möglichst vermieden werden, einige versuchten sogar, die handelnden Personen selbst aus dem Text herauszunehmen.

 

Ihre Leitsprüche waren "Die Leser wollen denken, nicht fühlen!" (Höckärag) und "Das Wesen der Sache ist die Sache." (deZoyt)

 

Eines der bekanntesten Werke des Antisentimentalismus ist der Roman "Gewaltig bemüht" von Corlis Ringoot. In diesem Roman werden sämtliche handelnden Personen durchnummeriert; sie tauchen als Subjekte in keinem Satz auf, sondern werden nur durch Ziffern am Rand (oder, an manchen Stellen auch mitten im Textfluß oder als Teil des Satzes) erkennbar gemacht. Im Grunde lässt sich der Roman als eine Aufzählung von Einzelereignissen lesen, die in vielen Fällen überhaupt keiner handelnden Personen bedürfen. Beispielsweise wird über mehrere Seiten lang beschrieben, wie ein Baum zersägt und zu Brettern verarbeitet wird.

 

(Artikel von 2013)

WICHTIGE VERTRETER

 

Corlis Ringoot (671 - 711 n.I.)

Jun Höckärag

Daromas deZoyt (644 - 710 n.I.)